Berufsfachschule
Staatlich anerkannte Berufsfachschule für Tanz und tänzerische Gymnastik
im Lehrberuf
Wir bieten
Die Lola Rogge Schule bietet eine dreijährige Ausbildung zum/r staatlich geprüften Lehrer/in für Tanz und Tänzerische Gymnastik im freien Beruf. Eine umfassende Schulung in verschiedenen Gebieten von Tanz und Bewegung stellt in Wechselwirkung mit fachbezogener Theorie das Know-how für den späteren Beruf dar. Der Beginn ist jeweils der 1. Oktober.
Um eine Kunst für den pädagogischen Umgang mit SchülerInnen später nutzen zu können, muss sie erst einmal entdeckt, erforscht und entwickelt werden. Die Persönlichkeit des einzelnen Studierenden darf nicht aus dem Blickfeld geraten und soll sich entfalten dürfen. Hierauf wird in der Lola Rogge Schule viel Wert gelegt. Besonders in den ersten Semestern werden viele Stunden Unterrichts- und Eigenarbeitszeit investiert, um ein Fundament dafür zu legen, dass die persönliche Kreativität im Tanz ihre Form und ihren Ausdruck finden kann. Dieses geschieht u.a. in dem Fach "Improvisation und Gestaltung", in dem die Gestaltungsmittel gelehrt und erprobt werden, sowie im Fach Choreologie. Von den AusbildungsschülerInnen werden pro Semester in unterschiedlichen Tanzfächern Eigengestaltungen verlangt. Es handelt sich dabei um freie, eigenständige Choreographien zu vorgegebenen Themen.
Tänzer & Choreograph
Die Lola Rogge Schule hat das Ziel Pädagogen auszubilden. Zuweilen führt das zu dem Missverständnis, Tanzpädagogen müssten nicht auch Tänzer und Choreographen sein. Der Anspruch ist dem an die Musikpädagogen vergleichbar, die auch musizieren, komponieren und dirigieren können müssen. Die pädagogische Tätigkeit steht nicht für sich.
Mehr noch aber als der Musikpädagoge muss der Tanzpädagoge Eigenes entwickeln können, sofern er/sie der Tradition der Lola Rogge Schule angehört, die sich dem weltweit bekannten Tanztheoretiker, Tänzer und Choreographen Rudolf von Laban und seiner Schülerin, der Tanzpädagogin, Tänzerin und Choreographin Lola Rogge verpflichtet fühlt, und von deren Tochter sie geleitet wird.
Musik & Tanz
Musik, live vom Pianisten, gehört in der Lola Rogge Schule zur Tanzpädagogik, besonders im Unterricht für Kinder und im Klassischen Tanz, sowie in anderen Unterrichtssparten.
Die Lola Rogge Schule verfügt über drei Flügel und zwei Klaviere und beschäftigt fünf Pianisten.
Aus dem überwältigenden Musikangebot auf Tonträgern und im Internet muss von den Pädagogen für Tanz geeignete Musik mit Fachwissen und gut ausgebildeter Musikalität ausgewählt werden können.
Grundlagen wie rhythmische Sicherheit, das innere Singen der Melodie, die Unterscheidung von Stimmungen und Stilen sind unverzichtbar für das Tanzen und für eine gute Tanzpädagogik.
Ort der Kreativität
Die Lola Rogge Schule versteht sich als ein Ort der Kreativität, an dem die Studierenden Gelegenheit haben, ihre tänzerische Gestaltungskraft zu entwickeln, Tanz zu erforschen, mit Stimme und Bewegung zu experimentieren, zu kreieren - und vor allem, Tanz als Ausdrucksform für andere zugänglich zu machen.
Praktikum
Die Lola Rogge Schule garantiert durch ihre besondere Kombination von Berufsfachschule und Laienschule einen Praxisbezug, den man selten an Ausbildungsstätten findet.
Vom ersten Tag der Ausbildung an sind die Berufsfachschüler durch das Praktikum (siehe Stundentafel) am Nachmittag und Abend im Rahmen der Laienschule in ihrem zukünftigen Berufsfeld helfend tätig.
Hier erhalten die Studierenden Anschauung und Praxis des Unterrichtens in unterschiedlichen Fächern und bei differenziertem Leistungsgrad.
Zusätzlich werden im 3. Berufsausbildungsjahr Lehrproben in einer öffentlichen Grundschule durchgeführt. Tanz an allgemeinbildenden Schulen bekommt zunehmend Bedeutung im Arbeitsfeld der Tanzpädagogen.
Das Fach Tänzerische Gymnastik findet sich im Programm der Laienschule. Hier wird es als Anwendung der Tanzfachkenntnisse mit dem Ziel der umfassenden, verantwortungsvollen Körperbildung unter gesundheitlichem Aspekt praktisch demonstriert und gelehrt. Des Weiteren gehören in das Programm der Laienschule Kindertanz, Moderner Tanz, Jazztanz, Hip-Hop, Klassischer Tanz, Improvisation und freie Tanzprojekte.
Alle Altersstufen vom Kindes- bis zum Seniorenalter sind in dieser Schule vertreten. Dabei hat der Tanz für Kinder und Jugendliche (siehe Kursplan) einen besonders hohen Stellenwert in der Lola Rogge Schule.
Es ergibt sich ein umfangreiches Unterrichtsprogramm für die angehenden LehrerInnen, die aus der direkten Anschauung lernen, Protokolle anfertigen und die ausgebildeten LehrerInnen unterstützen bis hin zu ihren eigenen Prüfungslehrproben.
Tanz auf der Bühne
Innerhalb des Praktikums erleben die Studierenden die Vorbereitung und Durchführung von Bühnenauftritten für die Kinder-und Jugendlichengruppen. Bei diesen Tanzaufführungen und Projekten wird auf laiengerechte Bühnentanzpraxis Wert gelegt. Zudem werden die dazu nötigen organisatorischen Kenntnisse vermittelt.
Daneben stellen sich die Studierenden auch in eigenen Aufführungen vor, die u.a. im gut ausgestatteten Performance-Raum der Lola Rogge Schule im Kiebitzhof stattfinden, womit sich die Erfahrungen zum Thema "Bühne" abrunden.
Die Abschlusschoreographien, die auch öffentlich gezeigt werden, bilden den Höhepunkt für die Absolventinnen der Lola Rogge Schule. Es ist Tradition der Schule, dass sie diese Vorstellungen in eigener Verantwortung durchführen. Die Gruppenchoreographien sind Bestandteil der Abschlussprüfung im Fach "Improvisation und Gestaltung".



